Briefing für Gesprächspartner

Format: VIDEOINTERVIEW ÜBER ZOOM ZUR AUFZEICHNUNG

Für einen redaktionellen Videobeitrag, sei es für einen Einspieler zur Livesendung oder als Begleitung eines redaktionellen Textbeitrags, nutzen wir gemeinsam die technische Unterstützung von ZOOM. Der entsprechende ZOOM-Call wird gemeinsam mit ausreichend Vorlauf terminiert und unsererseits aufgesetzt. Während des vereinbarten Termins sind die Do´s and Better Do Not´s bekannterweise einzuhalten. Die Kameraposition, die Beleuchtung und nicht zuletzt der Ton sollten wie bei jedem ZOOM-Call vorab kontrolliert und ggf. optimiert werden. 

Die eigentliche Aufzeichnung startet meist direkt mit Beginn des Calls. Das überschüssige Videomaterial am Anfang und am Ende wird in der nachgelagerten Bearbeitung professionell entfernt und es folgt eine weitere Bild- und Tonanpassung sofern notwendig (Post-Production). Innerhalb des Gesprächs oder des (fachlichen) Statements können wir uns in Ruhe auf Bild und Ton konzentrieren – Folien, Grafiken, PDF´s oder sonstige Einblendungen werden erst im Nachgang (in der Post-Production) in das Interview integriert. Man kann somit während der Aufzeichnung davon ausgehen, dass entsprechende Einblendungen zur richtigen Zeit und in der richtigen Dauer erscheinen werden. 

Zu Beginn und am Ende des Gespräches ist darauf zu achten, dass man 3-5 Sekunden “still hält”, damit der Einstieg und der Ausstieg in das Video sauber geschnitten werden kann. Die Nutzung eines Headsets ist bei diesen ZOOM-Interviews nicht zwingend notwendig, da die beiden Audio-Spuren getrennt aufgezeichnet werden. Somit ist ein Echo-Effekt oder eine Dopplung oder Rückkopplung nahezu unmöglich. 

In Bezug auf ein paar Hardware-Empfehlungen für Bild und Ton verweisen wir auf die Ausführungen im nächsten Kapitel.

Format: GESPRÄCHSPARTNER WÄHREND DER LIVESENDUNG

Mit dem Blick auf die eigene Darstellung und Präsentation (die Kameraposition, die Beleuchtung und nicht zuletzt der Ton) entspricht das Format der Livesendung natürlich demjenigen eines “normalen” ZOOM-Meetings. Allerdings ist die Technik die verwendet wird eine andere. Damit der oder die Gesprächspartner live in die Sendung eingebunden werden können wird unsere eigene technische Plattform auf Basis des Livestreams von “Vimeo” eingesetzt. Dies läuft wie folgt ab:

Die Gesprächspartner sollten bestenfalls einen performanten Computer (Windows oder Mac) mit dem Browser GOOGLE CHROME einsetzen. Gerade Firmen-IT ist dabei oftmals mit starken Firewalls oder gesperrten sogenannten “Ports” ausgestattet. Daher kommt es häufig vor, dass die technische Infrastruktur bei einigen Firmen eine Verbindung mit unserem Videoserver unterbinden. Als “Plan-B” wird daher meist ein privater PC, ein privates Notebook oder ähnliches eingesetzt. 

Während der Livesendung kann sich jeder zugeschaltete Gesprächspartner in Ruhe auf die Inhalte und die eigene Performance konzentrieren. Technische Aufgaben werden während der gesamten Livesendung von uns übernommen. Sofern Folien eingesetzt werden sollen sind diese bitte einen Tag vor der Sendung in Form einer PDF-Datei an uns zu senden. Es wäre sinnvoll, wenn diese Datei in der Form 16:9 (quasi wie im Fernsehen) vorliegen würde, da die Livesendungen immer in der höchsten Qualitätsstufe Full-HD 1.920 x 1.080 Pixel gestreamt wird. Somit sollten die Folien oder Grafiken ebenfalls im Format 16:9 (nicht DIN-A4 oder 4:3) eingesetzt werden.

Ein Technik-Check sollte auf jeden Fall entweder am Vortag oder mindestens 4-6 Stunden vor der Livesendung vereinbart werden. Wenn alles passt, fein. Es sollte dann beiderseits vermieden werden, Softwareupdates (Browser, Betriebssystem etc.) vorzunehmen, um technische Probleme direkt vor der Sendung zu vermeiden. 

Im Gegensatz zur Gesprächssituation bei einem ZOOM-Interview (siehe oben) ist innerhalb der Livesendung ggf. die Nutzung eines Headsets oder besser noch von kleinen Kopfhörern oder In-Ear-Equipment wie AirPods sinnvoll, denn jeder Gesprächspartner sollte während der Sendung natürlich den Sendeverlauf verfolgen können und Rückkopplungen können gerade bei mehreren Teilnehmern nur schwer unmittelbar erkannt und unterdrückt werden. 

Ein ideales Audio-Setup wäre ein gutes externes Mikrofon für die eigene Sprache und drahtlose In-Ear-Kopfhörer für den Rückkanal aus dem Studio. Als Beispiele: als gutes externes USB-Mikrofon empfiehlt sich z.B. ein Marantz Professional Umpire (ca. 60 EUR), ein RODE NT-USB Mini (ca. 100 EUR), ein Blue Microphones Yeti USB (ca. 120 EUR), ein AKG Lyra (ca. 130 EUR), ein RODE NT-USB (ca. 160 EUR – nutzen wir selbst) oder als TOP-Produkte das Mackie Chromium (ca. 200 EUR) oder das Shure MV7 (ca. 260 EUR – nutzen wir ebenfalls selbst). Alle Mikrofone eignen sich natürlich auch für das Aufzeichnen von eigenen Podcasts und sind häufig im Bundle mit z.B. In-Ear-Kopfhörern oder anderem sinnvollen Zubehör erhältlich. 

Das ideale Video-Setup hängt natürlich stark von den eigenen Anforderungen ab. Für eine gelegentliche Teilnahme an Videokonferenzen oder den beschriebenen Video-Interviews reicht natürlich eine integrierte Webcam in einem Notebook oder eine USB-Webcam z.B. von Logitech aus. Natürlich sind die verbauten Sensoren sehr klein und somit nicht lichtstark. Auf eine ausreichende Helligkeit während der Nutzung und eine gleichmäßige Ausleuchtung sollte daher großer Wert gelegt werden. Mit etwas Geschick kann man auch die rückseitige Kamera eines iPhones sehr gut einsetzen – der Qualitätsunterschied zu eingebauten Webcams ist erstaunlich. Anleitungen hierzu gibt es ausreichend im Netz. Qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielt man aber nur mit einer externen Kamera, die man als Videoquelle an den Computer anschließt. Wir selbst nutzen dazu entweder die neue GoPro HERO 9 Black 5K (ca. 400 EUR) oder die im Dauereinsatz auch während der Livesendung im Studio eingesetzte SONY ZV-1 (ca. 700 EUR). Mehr Kamera braucht kein Mensch – wenn man es nicht hauptberuflich betreibt. 

Grundsätzlich kann man aber auch jede andere DSLR mit lichtstarkem Objektiv nutzen, sofern das Bildsignal am HDMI-Ausgang der Kamera “clean” ist. Bedeutet: Am Ausgang zum Computer darf nur Bild und Ton anliegen, nicht aber die Einblendungen zur Steuerung der Kamera, die sonst typischerweise auf dem rückseitigen Display gezeigt werden. Nicht alle Hersteller und Modelle können diese Einblendungen unterdrücken – und es sieht natürlich seltsam aus, wenn nicht nur das Videosignal sondern “außen herum” irgendwelche Einblendungen gezeigt werden wie Verschlusszeit, Belichtung, Fokus, Batteriestatus etc. Auch sollte eine externe Kamera immer eine externe Stromversorgung haben, denn sonst ist nach 30-40 Minuten meist der Akku leer und die Videokonferenz bzw. die Livesendung endet dann plötzlich mit einem Mal durch die ausgefallene Kamera. Die Verbindung vom HDMI-Ausgang der Kamera zum Computer sollte qualitativ hochwertig sein. Wir nutzen dazu den ELGATO CAMLINK 4K (ca. 120 EUR). 

Ein Gedanke noch zum Thema Licht, Ausleuchtung, Beleuchtung: Nicht alle Arbeitsplätze oder Schreibtische im Homeoffice befinden sich direkt gegenüber eines großen Fensters oder manche Meetings sind auch in den Abendstunden. Eine gute Ausleuchtung muss daher immer sichergestellt werden. Entweder über vorhandene Lampen in der Nähe des Computers oder aber durch etwas professionelleres Equipment. Sehr gut und günstig ist z.B. die RALENO LED Videoleuchte (ca. 70 EUR bei Amazon). Die LEDs sind dimmbar und im Farbraum zwischen warmem und kalten Licht einzustellen. Der eingebaute Akku erlaubt auch den Einsatz für knapp eine Stunde auf voller Leistung oder zwei bis drei Stunden bei reduzierter Leistung ohne direkte Stromversorgung. Wir haben drei dieser LEDs im Einsatz und sind absolut zufrieden. Die nächste Stufe wäre eine Neewer Bi-Colour LED 660 (ca. 110 EUR bei Amazon).

EINBINDEN VON REDAKTIONELLEN INHALTEN RUND UM INTERVIEWS ODER LIVETEILNAHMEN

Die Erfahrungen der zurückliegenden Monate haben gezeigt, dass ein Liveinterview und auf jeden Fall ein Besuch in der Livesendung “Marktupdate” idealerweise eingebettet sein sollte in eine Abfolge redaktioneller Beiträge. Einerseits, um den jeweiligen Protagonisten vorzustellen und andererseits, um in die Themen einzuführen. Folgender Ablauf in der Darstellung einer Zeitachse hat sich in der Vergangenheit als sinnvoll erwiesen:

Woche 1: erster Fachartikel

Woche 2: zweiter Fachartikel mit kleinem Videointerview integriert 

Woche 3: dritter Fachartikel mit weiterem Videointerview integriert

Woche 4: Absprache zur Livesendung und Technik-Check

Woche 5: Teilnahme an der Livesendung

Woche 6: redaktioneller Rückblick (Format nach Belieben) mit Statements zu den relevanten FAQ

Es ist durchaus sinnvoll und möglich, die beiden kleinen Videointerviews oder Statements in einer Session aufzunehmen. So war es in der Vergangenheit möglich, aus einem lockeren Interview von insgesamt nur 15-20 Minuten drei Statementvideos mit 2-3 Minuten Länge zu extrahieren. Einmal “Aufwand”, mehrfacher Nutzen. 

Ein guter Anhaltspunkt für die Länge der redaktionellen Beiträge sind rund 500 Worte oder ca. 3.500 Zeichen. Dies kann während der Erstellung zum Beispiel in Microsoft Word automatisch mitgezählt werden. Deutlich längere Artikel könnten, sofern es inhaltlich notwendig ist, in zwei oder drei Artikel als eine Art “Serie” geteilt werden.

Das Einbinden von Tabellen ist problemlos möglich – allerdings werden diese innerhalb des Beitragstextes dargestellt. Die maximale Spaltenanzahl sollte bei 4-5 Spalten liegen, um die Lesbarkeit auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten sicherzustellen.

Das Einbinden mehrerer Grafiken oder Bilder ist ebenfalls möglich. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass die Grafiken oder Bilder nicht von externen Quellen stammen die eine Copyright-Verletzung auslösen könnten. Daher ist es sinnvoll, Grafiken selbst zu erstellen, zum Beispiel in Powerpoint, Keynote oder Excel und diese dann über die Exportfunktion als Bilddatei zu liefern. Die Dateiform kann entweder jpg oder png sein. Das Bild selbst sollte nicht größer sein als 300 bis 400 kB. Hier helfen wir gerne bei der Reduktion der Daten. 

EINE KLEINE BIOGRAFIE DES AUTORS

Um den externen Autor des redaktionellen Beitrags kennen zu lernen ist eine kleine Biografie als “über den Autor” sinnvoll und eigentlich unerlässlich. Dazu gehört einerseits ein Foto analog zu den Profilbildern in den sozialen Medien (man könnte z.B. das eigene Profilbild aus XING oder LinkedIn nehmen oder aus dem Bereich Personen oder Wir über Uns der Firmenwebsite) sowie eine Beschreibung/Kurzbiografie. Diese sollte eine Länge von 3-5 Sätzen nicht überschreiten. Sie wird dann jeweils unter allen künftigen Beiträgen und Videos platziert. Ein Link auf die eigene Website oder zu sozialen Plattformen wie LinkedIn oder XING ist ebenfalls möglich und sinnvoll.

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