Eine Grafik der Financial Times zeigt, was das klassische 60-40-Depot verloren hat. Entscheidend ist dabei die Form der beiden Linien, nicht ihre Höhe.
Die Financial Times hat dieser Tage eine Grafik veröffentlicht, die auf den ersten Blick unspektakulär wirkt. Zwei Linien in einem Koordinatensystem, waagerecht das Risiko gemessen als Standardabweichung, senkrecht die durchschnittliche Jahresrendite. Auf jeder Linie sieben Punkte, von hundert Prozent Anleihen über 25-75, 50-50, 60-40, 70-30 und 80-20 bis zu hundert Prozent Aktien. Die blaue Linie zeigt die Jahre 1986 bis 2020, die rote die Jahre 2021 bis 2025. Datengrundlage sind die Jahresrenditen des S&P 500 und zehnjähriger US-Staatsanleihen aus dem Datensatz von Aswath Damodaran an der NYU Stern.
Die naheliegende Lesart lautet: Die rote Linie liegt weiter rechts, also ist alles riskanter geworden. Das stimmt, und es ist trotzdem die uninteressantere Hälfte der Geschichte. Interessant ist die Form. Die blaue Linie hat einen Knick. Die rote hat keinen.
Der Knick in der alten Linie war das ganze Geschäft
Sehen Sie sich das linke Ende der blauen Linie an. Ein Depot aus hundert Prozent Anleihen lag bei 9,1 Prozent Schwankung und 7,0 Prozent Rendite im Jahr. Nimmt man ein Viertel Aktien dazu, wandert der Punkt nicht nach rechts oben, sondern nach links oben: 7,6 Prozent Schwankung bei 8,3 Prozent Rendite. Weniger Risiko und mehr Ertrag, gleichzeitig, allein durch das Beimischen der riskanteren Anlageklasse.
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Risikohinweis: Keine Anlage ist ohne Risiko. Der Wert eines Investments unterliegt Marktschwankungen und kann sowohl steigen als auch fallen; bei ungünstiger Entwicklung kann das eingesetzte Kapital zuzüglich der entstandenen Kosten ganz oder teilweise verloren gehen. Angaben zur bisherigen Wertentwicklung sind rückblickend und kein verlässlicher Indikator für die Zukunft; sie stellen keine Prognose dar. Die dargestellten Risiko- und Renditewerte sind aus den Jahresrenditen des Datensatzes von Aswath Damodaran, NYU Stern (Stand 5. Januar 2026), selbst berechnet: arithmetische Mittel, Standardabweichung der Stichprobe, jährliche Rückführung auf die Zielgewichtung, nominal in US-Dollar. Die Grafik der Financial Times diente als Vorlage der Darstellung. Die Rechenbeispiele sind Modellrechnungen zur Veranschaulichung, kein Angebot und keine Zusage; sie unterstellen eine gleichbleibende Verzinsung, eine vereinfachte Steuerbelastung von 26,375 Prozent ohne Kirchensteuer und ohne Sparerpauschbetrag sowie die von der EZB im Juni 2026 veröffentlichten Inflationsprojektionen, die selbst keine Garantie darstellen. Rechtsstand August 2026; steuerliche Regelungen können sich ändern und wirken sich je nach persönlicher Situation unterschiedlich aus. Bei international ausgerichteten Anlagen können Währungsrisiken hinzukommen; die zitierten US-Daten sind in US-Dollar gerechnet. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar; eine individuelle Beratung, die Ihre persönlichen Verhältnisse berücksichtigt, kann er nicht ersetzen. Es werden keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen ausgesprochen. Die Umsetzung erfolgt im Execution-Only-Rahmen: die Entscheidung bleibt bei Ihnen.











