Der Blick auf das Anlagejahr 2026 fällt aus Sicht von Franklin Templeton deutlich optimistischer aus als noch in den vergangenen Jahren. Nach einer langen Phase, in der die globalen Kapitalmärkte stark von wenigen US-Großkonzernen und dem Technologiesektor geprägt waren, erwarten die Strategen eine spürbare Ausweitung der Chancen. Wachstum und Erträge dürften sich über mehr Regionen, Sektoren und Anlageklassen verteilen. Für private Anleger bedeutet das: Die Zeit der extremen Konzentration geht zu Ende, Diversifikation gewinnt wieder an Wert.

Getragen wird dieser Perspektivwechsel vor allem von zwei Entwicklungen. Zum einen rechnen die Experten mit einem soliden globalen Gewinnwachstum außerhalb der USA, insbesondere in Europa und den Schwellenländern. Zum anderen gehen sie davon aus, dass viele Zentralbanken ihren geldpolitischen Lockerungskurs fortsetzen. Sinkende Zinsen verändern das Verhalten der Anleger grundlegend und verschieben den Fokus weg von kurzfristigem Parken hin zu langfristigen Investments mit Ertragspotenzial.

Weg vom US-Monopol

Franklin Templeton stellt den sogenannten US-Exzeptionalismus nicht infrage, relativiert ihn aber. Die USA bleiben aus Sicht der Gesellschaft ein zentraler Anlagemarkt mit hoher Innovationskraft, starker Unternehmenslandschaft und tiefen Kapitalmärkten. Dennoch sehen die Strategen die größten relativen Chancen für 2026 außerhalb der Vereinigten Staaten. Europäische Aktien profitieren ihrer Einschätzung nach von einer unterstützenden Geld- und Fiskalpolitik, während Schwellenländer sowohl auf der Aktien- als auch auf der Anleiheseite wieder attraktiver erscheinen.

Innerhalb des US-Marktes selbst verschiebt sich der Fokus. Nicht mehr nur große Technologie- und Wachstumswerte stehen im Mittelpunkt, sondern zunehmend auch kleinere und mittelgroße Unternehmen sowie zyklische Branchen wie Industrie und Finanzwerte. Sinkende Zinsen entlasten deren Finanzierungskosten, während eine steiler werdende Zinsstruktur den Banken wieder bessere Ertragschancen eröffnet. Für Fondsanleger bedeutet das, dass breit aufgestellte Strategien mit Stil- und Sektorvielfalt an Bedeutung gewinnen.

Was Anleger 2026 tun sollten – und was eher nicht

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