Longevity im Gespräch: „Wer länger lebt, muss sein Geld länger arbeiten lassen

Im ersten Teil dieser Reihe ging es um eine einzige Zahl – und darum, warum die meisten Ruhestandspläne mit der falschen rechnen. Die Analyse dahinter stammt aus einer aktuellen Longevity-Publikation von Allianz Global Investors. Ihren Verfasser, Dr. Hans-Jörg Naumer, haben wir am Starnberger See zum Gespräch getroffen – und hier gibt er den Zahlen ein Gesicht.

Geplant war ein klassisches Sommerinterview: Zölle, Konjunktur, die übliche Frage „Wo steht der Markt zum Jahresende?”. Wir haben es bewusst anders angelegt. Nicht, weil diese Fragen unwichtig wären, sondern weil sie in zwei Tagen schon wieder überholt sein können. Dr. Naumer, seit dem Jahr 2000 Chef-Anlagestratege der Allianz Global Investors, wollte über das größere Bild sprechen: über den demografischen Supertanker, der sich nicht mehr bremsen lässt, über das, was er das achte Weltwunder der Kapitalanlage nennt – und über die eine Frage, die sich am Ende jeder stellen muss.

Denn wenn feststeht, dass wir im Schnitt deutlich länger leben als die Statistik uns glauben macht, verschiebt sich das eigentliche Problem: weg vom Aufbau des Vermögens, hin zu einer Frage, über die kaum jemand spricht. Wie wird aus dem, was man mühsam angespart hat, ein verlässliches Einkommen – Monat für Monat, über einen Zeitraum, der leicht drei Jahrzehnte umfassen kann? Naumers Antwort beginnt mit einem Satz, der zunächst paradox klingt. Und mit einem zweiten, der die halbe Ruhestandsplanung auf den Kopf stellt.

Das vollständige Gespräch sehen Sie im folgenden Video.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und richtet sich an Selbstentscheider. Er stellt keine Anlageberatung, keine Anlagevermittlung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Die frühere Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu; ein Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Demografische Projektionen sind Modellrechnungen und keine Vorhersagen.