Private Markets

Private Markets – also Investments in nicht börsennotierte Unternehmen, Infrastruktur, Private Debt u.a. – sind in aller Munde. Sie gelten als Renditetreiber der großen Stiftungen und Pensionskassen, als die Anlageklasse, mit der die Superreichen ihr Vermögen langfristig mehren. Und tatsächlich: Wer über ausreichend Kapital, Zeit und Wissen verfügt, kann mit diesen Anlagen sein Portfolio gezielt erweitern und diversifizieren.

Doch was in der Welt der Institutionellen funktioniert, lässt sich nicht einfach auf Privatanleger übertragen. Ein Investment in einen einzelnen ELTIF – also einen Long Term Investment Fund – erfordert Verständnis, Geduld und vor allem Kapital. Der Einstieg in einzelne Private-Equity- oder Infrastrukturprodukte macht aus meiner Sicht erst ab einem Volumen von 100.000 bis 200.000 Euro wirklich Sinn. Erst dann lässt sich eine sinnvolle Streuung über verschiedene Zielinvestments erreichen.

Für vermögende Mandanten ist das eine spannende Möglichkeit: Sie können gezielt Themen setzen, die zu ihrer Anlagestrategie passen – etwa Wachstumsunternehmen, Energieinfrastruktur oder digitale Technologien. Für den „normalen“ Anleger jedoch, der nur kleinere Summen investieren möchte, halte ich Einzelinvestments in Private Markets für ungeeignet. Die Produkte sind komplex, teuer und langfristig gebunden. Stattdessen bevorzuge ich breit gestreute Multi-Asset-Lösungen im Bereich der Private Markets – Fonds, die verschiedene Strategien und Zielinvestments bündeln und so eine professionell diversifizierte Beteiligung ermöglichen. So bleibt der Zugang erhalten, ohne dass der Anleger das volle Risiko und die Komplexität einzelner Vehikel tragen muss.

Im folgenden Ausschnitt aus dem Marktupdate Oktober 2025 erläutert Frank Seidel, warum Private Markets grundsätzlich ein wichtiger Baustein moderner Vermögensstrategien sind – und wo er die Grenzen und Chancen für Privatanleger sieht.

Informationen zum Multi-Alternatives ELTIF

Risikohinweise bei der Geldanlage in Private Markets Investments

Keine Anlage ist ohne Risiko. Investitionen in einen Multi-Alternatives ELTIF sind mit einer Reihe spezifischer Risiken verbunden, die aus der Natur alternativer Anlagen resultieren. Der Wert von Immobilien kann stark schwanken, da er häufig auf Gutachtermeinungen und nicht auf festen Marktpreisen basiert und somit empfindlich auf wirtschaftliche Abschwünge, steigende Zinsen oder lokale Marktveränderungen reagiert. Private-Credit-Anlagen bergen das Risiko von Zahlungsausfällen oder Bonitätsverschlechterungen der Kreditnehmer, was zu Kursverlusten, geringerer Liquidität und erschwertem Verkauf führen kann. Infrastrukturinvestitionen sind vielfältigen Einflüssen ausgesetzt – von regulatorischen Änderungen über Bau- und Betriebsrisiken bis hin zu politischen Ereignissen oder Naturkatastrophen, die den Wert solcher Projekte mindern können. Auch Rohstoffanlagen gelten als besonders volatil, da ihre Preise stark auf Angebots- und Nachfrageschwankungen, Wetterbedingungen, politische Entscheidungen und Zinsbewegungen reagieren. Investitionen in Transportvermögen wie Schiffe, Flugzeuge oder Eisenbahnen hängen ebenfalls stark von Energiepreisen, Zinsen, Umweltvorschriften und der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung ab. Solche Anlagen sind häufig illiquide und schwer veräußerbar, was bei ungünstigen Marktbedingungen zu erheblichen Wertverlusten führen kann. Bei Flugzeuginvestments wirken sich zudem Ölpreise, geopolitische Krisen oder Naturereignisse direkt auf Leasingraten und Nachfrage aus; kurzfristig kann es hier zu Konzentrationsrisiken kommen, wenn das Portfolio auf bestimmte Regionen oder Flugzeugtypen fokussiert ist. Auch Forst- und Holzinvestitionen sind nicht frei von Gefahren: sie reagieren empfindlich auf Preisänderungen am Holzmarkt, Witterungseinflüsse, Schädlingsbefall und gesetzliche Vorgaben im Umwelt- oder Steuerrecht. Insgesamt sind alternative Anlagen im Fonds nur eingeschränkt handelbar, häufig komplex zu bewerten und können stark auf externe Schocks reagieren – Anleger sollten daher einen langfristigen Anlagehorizont und die Bereitschaft zu temporären Wertschwankungen mitbringen.

Der Wert eines Investments kann grundsätzlich während der Laufzeit einer Vielzahl von Marktrisiken, wie dem Zinsrisiko, dem Kursrisiko, dem Schwankungsrisiko, dem Währungsrisiko, dem Bonitätsrisiko anderer Marktteilnehmer usw. unterliegen. Aufgrund ungünstiger Entwicklungen dieser Faktoren kann das eingesetzte Kapital zuzüglich der entstandenen Kosten vollständig verloren sein. Bei der Investition in Investmentfonds ist das Totalverlustrisiko durch die breite Streuung sehr unwahrscheinlich. Selbst wenn einzelne Wertpapiere einen Totalverlust erleiden sollten, ist ein Gesamtverlust durch die breite Diversifikation unwahrscheinlich. Ein Investmentfonds ist ein Sondervermögen, das nach dem Grundsatz der Risikostreuung in verschiedenen Einzelanlagen (z.B.in Aktien, Anleihen, wertpapierähnlichen Anlagen oder Immobilien) investiert ist. Ein Depotinhaber kann mit dem Kauf von Investmentanteilen an der Wertentwicklung sowie den Erträgen des Fondsvermögens teilhaben und trägt anteilig das volle Risiko der durch den Anteilschein repräsentierten Anlagen. Bei Investmentfonds, die auch in auf fremde Währung lautende Wertpapiere investieren bzw. in Fremdwährung geführt werden, muss berücksichtigt werden, dass sich neben der normalen Kursentwicklung auch die Währungsentwicklung negativ im Anteilspreis niederschlagen kann und Länderrisiken auftreten können, auch wenn die Wertpapiere, in die der Investmentfonds investiert, an einer deutschen Börse gehandelt werden. Durch die Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die ausländischen Vermögenspositionen – am Maßstab des Euro betrachtet – an Wert. Zum Kursrisiko ausländischer Wertpapiere kommt damit das Währungsrisiko hinzu. Die Währungsentwicklung kann einen Gewinn aufzehren und die erzielte Rendite so stark beeinträchtigen, dass eine Anlage in Euro oder in Vermögenspositionen der Eurozone unter Umständen vorteilhafter gewesen wäre. Die Angaben über die bisherige Wertentwicklung stellen keine Prognose für die Zukunft dar. Zukünftige Ergebnisse der Investmentanlage sind insbesondere von den Entwicklungen der Kapitalmärkte abhängig. Die Kurse an der Börse können steigen und fallen. Investmentfonds unterliegen dem Risiko sinkender Anteilspreise, da sich Kursrückgänge der im Fonds enthaltenen Wertpapiere im Anteilspreis widerspiegeln.

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