Während sich der deutsche Wohnungsmarkt mit Förder­kürzungen, Mietendeckel-Debatten und einer Zinswende schwertut, verzeichnet die US-Bevölkerung ihr stärkstes Wachstum seit fast einem Vierteljahrhundert. Allein zwischen 2023 und 2024 kamen netto 2,8 Millionen Menschen hinzu – 84 Prozent des gesamten Bevölkerungsanstiegs. Fast jede der 387 Metropol­regionen profitierte von dieser Zuwanderung, sodass selbst Mittelstädte inzwischen Zuzüge registrieren.

Mehr Menschen bedeuten mehr Haushalte, und die wollen wohnen. Doch der Neubau hinkt hinterher: Trotz über 400 000 neu genehmigten Mehrfamilien­einheiten im ersten Halbjahr 2025 bleibt das Angebot knapp, weil sich in vielen Sunbelt-Märkten jahrelange Unterdeckung aufgestaut hat. Das Resultat sind stabile Mieten selbst bei konjunkturellen Dellen.

Demografie schlägt Dekret – eine nüchterne Trump-Bilanz

Donald Trumps zweite Amtszeit ist geprägt von lauter Einwanderungs­rhetorik und dem Versuch, per Dekret Millionen Menschen außer Landes zu schaffen. Historische Erfahrung und die ersten sieben Amtsmonate zeigen jedoch:

  1. Rechts­staatliche Bremsen. Bundesgerichte, Gouverneure und selbst republikanisch dominierte Parlamente verwässern oder verzögern viele Maßnahmen.
  2. Arbeitsmarkt­zwang. Branchen wie Bau, Logistik und Pflege signalisieren dramatischen Arbeitskräfte­mangel. Ein massiver Aderlass an Arbeits­migranten würde Löhne und Preise emporschnellen lassen – ein politisches Gift für jede Regierung.
  3. Strukturelle Geburtenlücke. Die natürliche Bevölkerungs­entwicklung verharrt unter der Erhaltungs­rate. Ohne Zuwanderung würden viele Regionen schrumpfen.

Kurzum: Politisches Theater ändert wenig an der Netto­migration und damit an der Nachfrage nach urbanen Mietwohnungen. Wer Immobilien-Trends verstehen will, muss auf demografische Daten schauen, nicht auf Schlagzeilen.

Class A – das Premium­segment als Inflations­anker

Class-A-Apartments sind Neubauten in guten Lagen mit modernen Ausstattungen. Sie punkten mit drei Eigenschaften, die gerade 2025 zählen: Hohe Zahlungs­bereitschaft der Mieter. Tech-Angestellte in Orlando oder Regierungs­berater in Washington D.C. können sich ambitionierte Mieten leisten – und bevorzugen Flexibilität gegenüber 7-Prozent-Hypotheken. Dynamische Miet­anpassung. Weil Verträge meist zwölf Monate laufen, lassen sich Mieten in inflations­starken Phasen schneller anpassen als in Europas regulierten Märkten. Und Nachfrage­puffer durch Qualitäts­vorsprung. Selbst wenn der gesamt­staatliche Leerstand Q2 2025 vorübergehend bei rund sieben Prozent lag, zeigten Premium-Objekte sinkende Quoten: In vielen Märkten fiel die Class-A-Leerstandsrate jüngst um 60 Basispunkte auf unter sieben Prozent, während der nationale Durchschnitt bei 7,0 Prozent verharrte.

Praxis­beispiel: BVT Residential USA 19 – zwei Projekte, ein klarer Fahrplan

Die Münchner BVT-Gruppe nutzt diesen Rückenwind mit ihrem Publikumsfonds Residential USA 19. Das Konzept: Einstieg erst nach gesicherter Genehmigungs­lage, dafür kurze Entwicklungs- und Exit-phasen.

Aventon Grove, Davenport (Florida)
Der Hochbau ist abgeschlossen, Clubhaus und erste Wohnhäuser stecken im Innenausbau. Die Vor­vermietung läuft bereits, erste Einzüge sind für das vierte Quartal 2025 avisiert. Rund 70 Prozent des Fonds­kapitals fließen in dieses Sunbelt-Projekt. Der Verkauf ist ab Q4 2027 geplant; je nach Beitritts­datum sollen 85 bis 92 Prozent des eingesetzten Kapitals zurückfließen.

NRP Democracy Center, Bethesda (Großraum Washington D.C.)
Hier tritt der Fonds zum 1. September 2025 in ein Joint Venture ein. Die Kalkulation arbeitet mit einer konservativen Cap-Rate von 5,5 Prozent. Alle Genehmigungen liegen vor, die Fremd­finanzierung steht. Ein Gutachten von Cushman & Wakefield bewertet die Immobilie bereits heute um zehn Prozent höher als das Ankaufsgutachten – ein positives Signal für den Exit 2029.

Frühzeichner-Bonus
Wer Zeichnungs­unterlagen und Kapital bis 31. August 2025 einreicht, erhält schon ab 1. September eine Vorzugs­verzinsung. Später einsteigende Anleger starten erst am 1. Januar 2026. Das Ticket: ab 30 000 US-Dollar – also auch für gut situierte Privatanleger handhabbar.

 

Risikofaktoren im Überblick – und warum sie kontrollierbar sind

  1. Zins­änderungs­risiko. Bau­kredite werden größtenteils zu festen Konditionen abgeschlossen.
  2. Währungs­schwankungen. Ein USD-Hedge kostet derzeit rund ein Prozent pro Jahr, lässt sich aber je nach Markteinschätzung flexibel ein- oder ausknipsen.
  3. Lokale Über­kapazitäten. BVT streut bewusst über Sunbelt- und Regierungs­standorte, um Cluster-Risiken zu minimieren.
  4. Politische Eingriffe. Florida und Maryland gelten traditionell als investoren­freundlich; flächendeckende Miet­deckel sind dort nicht in Sicht.
  5. Exit-Timing. Der institutionelle Hunger nach stabilisierten Class-A-Paketen bleibt hoch, weil Versicherungen und Pensions­kassen langfristige Cashflows suchen.

Fazit: Chancen, die lauter sind als der Lärm

Die USA bleiben ein klassisches Einwanderungs­land – daran ändern weder Grenz­mauern noch medien­trächtige Deportations­pläne etwas. Positive Netto­migration, ein knappes Wohnungs­angebot und flexible Mietmärkte stützen das Premium­segment der Class-A-Apartments.

Mit einem solchen Investment erhalten deutsche Anleger einen strukturieren Zugang zu diesem Trend: konservative Cap-Rates, klare Exit-Roadmap und ein schneller Vorzugs­zins für Frühzeichner. Wer sein Euro-lastiges Depot diversifizieren und zugleich gegen Inflation absichern möchte, findet hier eine stimmige Ergänzung – vorausgesetzt, man schaut auf Fundamentaldaten statt auf politische Schlagzeilen.

Disclaimer: Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr; Stand 08.08.2025.