Family Offices gelten als die geduldigsten Investoren der Welt. Sie denken in Generationen, nicht in Quartalen, und ihre strategische Vermögensaufteilung – die langfristige Grundstruktur des Portfolios – ändert sich üblicherweise nur in homöopathischen Dosen. Genau deshalb verdient eine Zahl aus dem aktuellen UBS Global Family Office Report 2026 besondere Aufmerksamkeit: 60 Prozent der 307 befragten Family Offices planen für die kommenden zwölf Monate Änderungen an ihrer strategischen Asset-Allokation. Das ist der höchste jemals in dieser Erhebung gemessene Wert – und nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr, als es 35 Prozent waren. In Europa liegt die Quote sogar bei 67 Prozent.
Zur Einordnung: In den Jahren 2020 bis 2024 pendelte dieser Wert zwischen 25 und 37 Prozent. Was wir gerade beobachten, ist also kein gewöhnliches Rebalancing, sondern eine kollektive Neubewertung von Grundannahmen. Ein amerikanischer Family-Office-Vertreter bringt es im Report pragmatisch auf den Punkt: Die Welt habe sich in den vergangenen anderthalb Jahren verändert, also sei es folgerichtig, dass die Menschen darauf reagierten.
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